Von Die Luzie

Pflege zu Hause organisieren und Aufgaben verteilen

Ambulante Pflege durch Die Luzie

Beim Waschen hilft der Pflegedienst, den Einkauf übernimmt ein Angehöriger und der nächste Arzttermin steht bereits fest. Damit solche Absprachen im Alltag funktionieren, müssen die Beteiligten wissen, wer welche Aufgabe übernimmt.

Wenn Sie Pflege zu Hause organisieren, halten Sie die benötigte Hilfe, feste Termine und Zuständigkeiten in einem gemeinsamen Plan fest. Dazu gehören aktuelle Kontakte und eine vereinbarte Vertretung, falls jemand ausfällt.

Auch Telefonate, Unterlagen und die Rückmeldung nach einem Besuch sind Aufgaben. Sie sollten bei der Verteilung mit berücksichtigt werden. Die Luzie unterstützt Sie mit ambulanter Pflege in Neuruppin, Pritzwalk, Rheinsberg und Wittstock/Dosse.

Wie können Sie die Pflege zu Hause organisieren?

Beginnen Sie mit den Aufgaben, bei denen Unterstützung gebraucht wird. Besprechen Sie mit Ihrem Angehörigen, was er selbst übernehmen möchte und wobei jemand helfen soll. Daraus ergibt sich, welche Besuche, Dienste und Absprachen in den Plan gehören.

Gehen Sie gemeinsam einen gewöhnlichen Tag durch: das Aufstehen, Waschen, Anziehen, Essen und den Abend. Halten Sie fest, wo Hilfe fehlt und zu welcher Tageszeit sie gebraucht wird. Ergänzen Sie Aufgaben, die nur an einzelnen Tagen anfallen, etwa Einkaufen, Wäsche oder die Begleitung zu einem Termin. Die Übersicht des Pflegewegweisers NRW zur Pflege zu Hause beschreibt, welche Formen der Unterstützung dabei infrage kommen.

Drei Schritte für die erste Absprache

  1. Bedarf sammeln. Fragen Sie, welche Handgriffe schwerfallen und welche Unterstützung Ihr Angehöriger wünscht. Unterscheiden Sie zwischen täglicher Hilfe und einzelnen Erledigungen.
  2. Möglichkeiten benennen. Jeder Beteiligte sagt, welche Aufgaben und Zeiten er übernehmen kann. Berücksichtigen Sie Arbeit, Fahrtwege und eigene Verpflichtungen. Ein regelmäßiger Anruf kann ebenso eine feste Aufgabe sein wie ein Einkauf.
  3. Offene Hilfe klären. Tragen Sie nur bestätigte Absprachen als übernommen ein. Für die übrigen Aufgaben suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung, beispielsweise mit einem Pflegedienst oder einer Pflegeberatung.

Planen Sie auch das ein, was bereits gut funktioniert. Wenn Ihr Angehöriger sein Frühstück selbst zubereitet, braucht dafür niemand zusätzlich eingeteilt zu werden. Bei einem anderen Handgriff kann schon eine gezielte Unterstützung genügen. Prüfen Sie nach den ersten Tagen gemeinsam, ob der Plan zum tatsächlichen Alltag passt.

Welche Aufgaben gehören in den gemeinsamen Pflegeplan?

Der gemeinsame Pflegeplan hält fest, wer welche Hilfe wann übernimmt und wie Änderungen weitergegeben werden. Gemeint ist hier Ihre private Übersicht für den Alltag. Die fachliche Pflegedokumentation des Pflegedienstes wird davon getrennt geführt.

Notieren Sie Aufgaben so, dass eine andere Person sie übernehmen könnte. „Arzttermin organisieren“ umfasst beispielsweise die Terminvereinbarung, die Fahrt, eine mögliche Begleitung und die Rückmeldung danach. Eine Person kann den Termin buchen, während eine andere die Fahrt übernimmt. Dann braucht jeder eine klare eigene Aufgabe.

Vorlage für Ihre Absprachen

Die Zeilen sind Beispiele. Ersetzen Sie sie durch die tatsächlich benötigte Hilfe und tragen Sie Namen sowie vereinbarte Zeiten ein. Auch bei einem Pflegedienst gehört nur die zugesagte Leistung in den Plan.

Aufgabe Wann wird die Hilfe gebraucht? Wer übernimmt sie? Was gilt bei einer Änderung oder einem Ausfall?
Hilfe beim Waschen und Anziehen Tage und vereinbarte Zeit eintragen Person oder Dienst eintragen Ansprechpartner und bestätigte Vertretung notieren
Einkauf und Vorräte prüfen Einkaufstag und Rückmeldung vereinbaren Namen eintragen Festhalten, wer den Einkauf ersatzweise übernimmt
Termin und Fahrt abstimmen Datum, Uhrzeit und Abholung eintragen Zuständigkeiten getrennt benennen Absage und neue Terminvereinbarung zuordnen
Post und Anträge bearbeiten Gemeinsamen Termin oder Frist notieren Namen eintragen Zuständige Person und nötige Berechtigung klären
Plan und Kontakte aktualisieren Nach vereinbarten Änderungen Namen eintragen Festlegen, wie alle Beteiligten informiert werden

Die Spalte für Ausfälle darf eine offene Aufgabe sichtbar machen. Schreiben Sie dort beispielsweise „Vertretung noch zu klären“, solange niemand zugesagt hat. So lässt sich beim nächsten Gespräch gezielt nachfragen. Ein Name in einer Familiengruppe ersetzt diese Zusage nicht.

Vereinbaren Sie außerdem, wer nach einem Besuch eine kurze Rückmeldung gibt. Dafür genügt häufig eine konkrete Nachricht: Der Einkauf ist erledigt, ein Termin wurde verschoben oder beim nächsten Besuch fehlt Unterstützung. Halten Sie nur Informationen fest, die für die vereinbarte Hilfe gebraucht werden und deren Weitergabe mit Ihrem Angehörigen abgestimmt ist.

Wo Unterlagen und Kontakte griffbereit liegen sollten

Aktuelle Kontakte und wichtige Unterlagen sollten an einem vereinbarten Ort liegen. Die Personen, die bei der Organisation helfen, müssen wissen, wo sie die benötigten Angaben finden und auf welche Informationen sie zugreifen dürfen.

Ein Ordner mit wenigen klar benannten Bereichen kann dafür ausreichen. Besprechen Sie mit Ihrem Angehörigen, wer welche Unterlagen einsehen soll. Nicht jeder, der einen Einkauf übernimmt, braucht auch Zugriff auf medizinische Befunde oder die Post der Pflegekasse.

Diese Angaben können für die gemeinsame Planung wichtig sein:

  • Kontakte: zuständiger Pflegedienst, behandelnde Praxis, Pflegekasse oder private Pflegeversicherung und vereinbarte Ansprechpersonen in der Familie.
  • Besuche und Termine: aktuelle Absprachen mit dem Pflegedienst, anstehende Termine und die dazugehörige Begleitung.
  • Pflege und Gesundheit: Unterlagen, nach denen die beteiligten Fachpersonen fragen, beispielsweise ein aktueller Medikamentenplan oder der Pflegegradbescheid.
  • Verträge und Schreiben: vereinbarte Leistungen, Kostenunterlagen und Briefe, bei denen noch eine Antwort oder ein Antrag aussteht.
  • Zugang und Berechtigungen: Absprachen zum Wohnungsschlüssel sowie vorhandene Vollmachten, soweit sie für die jeweilige Aufgabe benötigt werden.

Kennzeichnen Sie bei Ihrem privaten Plan, wann er zuletzt geändert wurde. Wenn mehrere Personen eine Kopie haben, sollten sie auch die neue Fassung erhalten. Veraltete Besuchszeiten oder Telefonnummern können sonst neben den aktuellen Angaben stehen bleiben.

Für die tägliche Hilfe reicht oft eine kurze Kontaktliste, während ausführlichere Unterlagen im Ordner bleiben. Fragen Sie den Pflegedienst, welche Angaben er tatsächlich braucht. So müssen Angehörige nicht bei jedem Telefonat sämtliche Unterlagen erneut zusammensuchen.

Wie Sie Vertretung und Änderungen absprechen

Eine Vertretung gehört erst dann zum Plan, wenn die betreffende Person zugesagt hat. Klären Sie für regelmäßig benötigte Hilfe, wer bei Krankheit, Urlaub oder einem ausgefallenen Termin erreichbar ist und welche Aufgabe übernehmen kann.

Besprechen Sie das auch dann, wenn bislang meistens dieselbe Person einspringt. Ein freies Wochenende sollte mit den anderen Beteiligten vereinbart sein. Die Vertretung braucht dafür die konkreten Aufgaben, Zeiten und Kontakte. Wenn sie beispielsweise nur einkaufen kann, bleibt eine benötigte Hilfe beim Waschen gesondert zu organisieren.

Vor einer geplanten Pause prüfen:

  • Welche Aufgaben fallen in diesem Zeitraum tatsächlich an?
  • Wer hat die Übernahme bestätigt und ist zu welcher Zeit da?
  • Hat diese Person Zugang zur Wohnung und zu den benötigten Angaben?
  • Wem wird eine kurzfristige Änderung mitgeteilt?
  • Welche Hilfe ist noch offen und muss vor Beginn der Pause geklärt werden?

Wenn Sie zusätzliche Pflegebesuche brauchen, fragen Sie frühzeitig beim Dienst an. Zusätzliche Leistungen und mögliche Besuchszeiten müssen vereinbart werden. Eine private Liste allein ändert den Leistungsumfang des Pflegedienstes nicht.

Passen Sie den Plan außerdem an, wenn der Unterstützungsbedarf zunimmt. Vielleicht reicht der bisherige Besuch zum Einkaufen weiterhin aus, während morgens zusätzliche Hilfe nötig wird. Benennen Sie diese Änderung konkret, bevor Sie Aufgaben neu verteilen. Wer die Organisation übernimmt, kann die offenen Punkte für das nächste Gespräch sammeln. Die übrigen Beteiligten sollten Änderungen zeitnah an diese Person weitergeben.

Wie Die Luzie Sie bei der Pflege zu Hause unterstützt

Die Luzie übernimmt vereinbarte Pflegeaufgaben bei Ihnen zu Hause. Dazu gehören beispielsweise Hilfe beim Waschen, Anziehen und Essen im Rahmen der ambulanten Grundpflege. Gemeinsam besprechen wir, welche Unterstützung Sie brauchen und wie unsere Besuche in Ihren Alltag passen.

Bringen Sie zum ersten Gespräch Ihre bisherige Aufgabenliste mit. Darauf darf auch stehen, was noch nicht geklärt ist. Wir besprechen mit Ihnen die benötigten Leistungen, mögliche Besuchszeiten und die Kosten. So können Sie anschließend festhalten, welche Hilfe wir übernehmen und welche Aufgaben noch organisiert werden müssen.

Unsere Checkliste für das Erstgespräch mit einem Pflegedienst hilft Ihnen, die Fragen für diesen Termin vorzubereiten. Nennen Sie uns dabei auch bestehende Unterstützung und gewünschte Änderungen. Wenn Angehörige bisher mehrere Besuche übernommen haben und künftig weniger Zeit haben, gehört das mit auf die Liste. Der Unterstützungsbedarf Ihres Angehörigen bleibt die Grundlage für die gemeinsame Absprache.

Häufig gestellte Fragen zur Organisation der Pflege zu Hause

Brauchen wir eine App für die gemeinsame Planung?

Nein. Ein Papierplan, ein gemeinsamer Kalender oder eine einfache Tabelle kann ausreichen. Wählen Sie eine Form, die alle Beteiligten nutzen können. Entscheidend ist, dass aktuelle Absprachen an einer bekannten Stelle stehen. Bei digitalen Lösungen klären Sie, wer Zugriff erhält und welche persönlichen Angaben dort gespeichert werden sollen.

Was hilft, wenn kein weiteres Familienmitglied unterstützen kann?

Halten Sie fest, welche Hilfe fehlt, und wenden Sie sich an eine Pflegeberatung. Dort können Sie nach passenden Angeboten vor Ort fragen. Das kann je nach Bedarf ein Pflegedienst, eine Alltagshilfe oder eine Tagespflege sein. Verfügbarkeit, Aufgaben und Finanzierung müssen für das jeweilige Angebot geklärt werden.

Wer hilft uns, wenn der Pflegeplan zu kompliziert wird?

Eine Pflegeberatung nach § 7a des Pflegeversicherungsgesetzes kann den Hilfebedarf erfassen und einen individuellen Versorgungsplan erstellen. Anspruch besteht für Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten oder einen Antrag gestellt haben und erkennbar Beratung benötigen. Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse oder privaten Pflegeversicherung nach. Diese Beratung ist für Sie kostenfrei.

Was hilft Angehörigen bei ungewohnten Pflegeaufgaben?

Unentgeltliche Pflegekurse nach § 45 vermitteln Angehörigen und ehrenamtlichen Pflegepersonen praktische Handgriffe für die Pflege. Fragen Sie Ihre Pflegekasse nach passenden Kursen und nennen Sie die Aufgaben, bei denen Sie unsicher sind. Auf Wunsch der Pflegeperson und des pflegebedürftigen Menschen kann die Schulung auch zu Hause stattfinden.

Die Unterstützung zu Hause mit uns planen

Sie möchten Pflegeaufgaben mit der Luzie abstimmen? Nennen Sie uns Ihren Wohnort, die bisherige Unterstützung und die Aufgaben, bei denen Hilfe fehlt. Wir besprechen mit Ihnen, welche Leistungen und Besuchszeiten möglich sind und welche Kosten entstehen.

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